Noni Saft - Ein Lebenselixier aus der Morinda citrifolia Frucht

Noni Saft Noni Frucht

Einhundertfünfzig gesundheitsfördernde Stoffe, perfekt aufeinander abgestimmt, in einer Frucht! Was ist drin, im exotischen Noni Saft? Und vor allem, was ist dran, an den vielen Kontroversen zum Thema Noni Saft? Noni Saft schmeckt nicht, soll aber gesund sein. Auf den schönsten Inseln dieser Welt ist sie ein fester Bestandteil der Ernährung. Interessant genug, einmal tiefer ins (Saft) Glas zu schauen.

Die Noni Frucht, botanisch, historisch und geografisch

Ursprünglich stammt der Nonibaum, Morinda citrifolia, wohl aus Australien. Von dort verbreitete er sich über den Indischen Ozean, Polynesien bis nach Hawaii. Hier bekam dieser Baum, vor rund 2.000 Jahren, seinen heute bekannten Namen, Noni, verpasst. Inzwischen wächst Noni mal als Baum, mal als Strauch, auch in Mittelamerika, in Teilen Asiens und auf Madagaskar. Im englischsprachigen Raum ist er als "Indian mulberry" (indischer Maulbeerbaum) bekannt.

Der Nonibaum gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Die Inselbewohner verwendeten früher die Rinde zur Herstellung roter Farbe. Aus den Früchten und Blättern ihres Aukimi nonii stellten sie Pasten für die äussere Anwendung und Noni Saft zur Behandlung diverser Erkrankungen her. Bei den Völkern der pazifischen Inselgruppen nannte man Noni die "Königin der Pflanzen" und "Wunderfrucht der Götter".

Der Nonibaum kann bis zu neun Meter hoch werden. Er scheint nicht gern in Plantagen zu wachsen. Eigensinnig gedeiht er nur dort, wo es ihm passt. So sagt man ihm nach. Er bildet fortwährend viele weisse, kleine Blüten aus, aus denen dann die eigrossen, grünen Noni Früchte wachsen. Wenn sie vollreif sind, ändert sich die Farbe zu einem blassgrün, fast weiss. Eine Frucht ist ein Verbund aus kleinen Steinfrüchten, mit jeweils einem dunklen Stein in der Mitte. Es gibt viele Unterarten von Nonibäumen und -sträuchern. Wenn es hier um den Noni Saft geht, so stammen die Früchte alle vom Morinda citrifolia. Die einzige Art mit dieser Vielzahl an wertvollen Inhaltsstoffen.

Obwohl die Früchte alles andere als köstlich sind, bitter schmecken und nach ranzigem Käse riechen, wurden sie von den Ureinwohnern der Inseln schon immer hoch geschätzt. Das kann durchaus als Indiz dafür gelten, dass die Früchte wertvolle Inhaltsstoffe besitzen müssen. In Europa nahm man erst um 2000 herum Notiz von dieser Frucht und platzte damit mitten in die neuen europäischen Novel Food Verordnungen. Wie Sie noch erfahren werden, ein wesentlicher Grund, warum es bis heute so viele Diskussionen um den Noni Saft gibt.

Von der Noni Frucht zum Noni Saft

Bei den Inselbewohnern standen nicht nur die Früchte des Noni Baumes hoch im Kurs. Auch die Wurzeln, Blätter und die Rinde habe sie für sich zu nutzen gewusst. Hier in Europa geht es hauptsächlich um den Noni Saft aus den Früchten.

Wer Noni Saft aus gesundheitlichen Gründen trinkt, der sollte nach Direktsäften Ausschau halten. Noni Fruchtsaftgetränke, mit anderen Früchten gemischt, schmecken zwar wesentlich besser, doch sie enthalten, mit Glück, lediglich Spuren der Noni Frucht.

Die hierzulande vertriebenen Direktsäfte stammen meistens aus Haiti, Hawaii oder von den Fidschi Inseln. Der Noni Baum sucht sich am liebsten selbst seinen Standort, wird also kaum in Plantagen angebaut. Dafür ist eine ganzjährige Ernte, gut zwölf Mal im Jahr, möglich.

Die Früchte werden per Hand gepflückt. Unreife Nonis kommen zum Nachreifen für drei bis fünf Wochen an einen dunklen, lufttrockenen Ort, bis sie reif genug sind für die Pressung. Noch vor Ort wird gepresst, gefiltert, pasteurisiert und abgefüllt. So gelangt der Noni Saft dann an die europäischen Onlinehändler, Naturkostläden und Reformhäuser. Noni Saft aus reif geernteten Früchten, die püriert werden, wird qualitativ besser bewertet. Manche Hersteller lagern den Noni Saft zum Nachreifen einige Zeit in Fässern. Dadurch soll der Geschmack etwas sanfter werden. Im Einzelfall sind die Herstellungsverfahren für den Verbraucher nur schwer zu überprüfen.

Noni Saft, ein streitbarer Saft

"Noni Saft schmeckt nach ranzigem Käse und wird als Wunderheilmittel beworben." So oder ähnlich starten die meisten Artikel, die dem Hipe um den Noni Saft skeptisch gegenüberstehen. Was den kulinarischen Faktor dieser Frucht betrifft, kann man nur zustimmen. Jedoch lohnt es sich durchaus, den Nutzen dieser Frucht differenzierter zu betrachten. Tatsächlich sind auch einige Forscher schon eifrig dabei, Substanzen aus der Noni Frucht zu isolieren und zu untersuchen.

Erst 2003 wurde der erste Noni Saft eines Herstellers als Novel Food zugelassen. Das heisst zunächst nichts anderes, als dass dieses Lebensmittel der Gesundheit nicht schadet. 2006 wurde die Sicherheit von Noni Saft noch einmal durch die EFSA (European Food Safety Athority , Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) überprüft und bestätigt.

In Europa ist man erst spät auf den Noni Saft aufmerksam geworden. Die Novel Food Verordnung der EU gibt es seit 1997. Darin heisst es unter anderem, dass neue Lebensmittel oder neue Zusammensetzungen von Lebensmitteln als Novel Food gelten. Novel Food muss einer wissenschaftlichen Unbedenklichkeitsprüfung unterzogen werden, bevor es in den Handel gelangen darf. Andere Lebensmittel, wie zum Beispiel Ginseng, die in Europa schon lange bekannt sind, mussten solch eine Prüfung nicht über sich ergehen lassen.

Der Noni Saft wurde dadurch jedenfalls intensiv getestet und untersucht. Schliesslich hat der Noni Saft alle Sicherheitsprüfungen bestanden, gilt als nicht toxisch und darf innerhalb der EU vertrieben werden. Ein Nachweis seiner gesundheitlichen Vorteile ist damit jedoch nicht erbracht. Ein günstiger Begleiteffekt war, dass der Noni Saft dadurch eine grosse Aufmerksamkeit bekam, gerade von wissenschaftlicher Seite. Man entdeckte eine Menge Vitalstoffe in der Frucht, die bis heute Gegenstand vieler Untersuchungen und Publikationen sind.

Dass der Noni Saft so besonders heftig umstritten ist, scheint also eher an der vermehrten Aufmerksamkeit als an seinen Inhaltsstoffen selbst zu liegen. Im Grunde ist es die alte Kluft zwischen der erfahrungsbasierten Heilkunde und der wissenschaftlichen Medizin. Wie alle anderen "umstrittenen" Naturprodukte, untersucht und analysiert man in der Medizin auch die Noni Frucht nach pharmazeutisch verwertbaren Substanzen, während man gleichzeitig den Noni Saft, als Gesundheitselixier, belächelt.

Links zu wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema:

Noni Saft, die Vitalstoffe

Die Analyse der Inhaltsstoffe, und die damit verbundenen Vorteile von Noni Saft für die Gesundheit, hat sich der Pharmakologe und Toxikologe der Universität Hamburg Eppendorf, Prof. Dr. Johannes Westendorf zum Thema gemacht. Er wurde durch die Mitarbeit am Sicherheitsgutachten für die Novel Food Verordnung auf die Frucht aufmerksam. Er betont, dass nicht die Menge der Substanzen, sondern ihre besondere Kombination, ausschlaggebend für die gesundheitsfördernde Wirkung der Noni ist.

Hier die wichtigsten, bekannten Vitalstoffe im Noni Saft:

Im Zusammenspiel ergänzen sich diese Substanzen perfekt und fördern eine Vielzahl von enzymatischen und hormonellen Prozesse. Dadurch werden schützende, aufbauende und Energie liefernde Vorgänge im Körper gefördert.

Gibt es dieses Xeronin, oder nicht?

Im Zusammenhang mit den Noni Saft Inhaltsstoffen stösst man häufig auf eine Substanz mit dem Namen Xeronin. Darüber wird besonders heftig diskutiert. Bei Wikipedia wird es "hypothetisches Alkaloid" genannt. Diese Substanz tauchte das erste Mal 1985, im Zusammenhang mit der Ananas und ihren gesundheitsfördernden Enzymen, auf. Auflösen können wir diesen wissenschaftlichen Diskurs hier nicht. Beschwichtigend lässt sich lediglich festhalten, dass es sich wohl um eine noch nicht bis ins Detail erforschte Gruppe von Verbindungen handelt. Dies sollte doch eher den Ehrgeiz der Wissenschaft beflügeln. Wer offen und neugierig den Noni Saft für sich und seine Gesundheit ausprobieren möchte, den wird diese Diskussion nicht weiter berühren.

Was bringt Noni Saft für Ihre Gesundheit?

Um es gleich vorweg zu sagen, anerkannt wissenschaftliche Beweise zur Wirksamkeit von Noni Saft gibt es (noch) nicht. Die hier erwähnten, gesundheitlichen Vorteile von Noni Saft, stammen daher aus Erfahrungsberichten und Beobachtungen von Therapeuten und Anwendern. Da jedoch der Noni Saft offiziell als ungefährlich für die Gesundheit zertifiziert wurde, kann jeder seine eigenen Erfahrungen mit dem Noni Saft machen.

Der Vorwurf, dass Noni Saft bei einigen Personen einen schweren Leberschaden verursacht habe, konnte offiziell ausgeräumt werden. 2006 wurde der Noni Saft darauf hin von der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) getestet und weiterhin für unbedenklich erklärt. Noni Saft ist kein anerkanntes Heilmittel. Bei ernsthaften Erkrankungen ist unbedingt eine Ärztin, ein Arzt aufzusuchen. Ebenso sollte der Verzehr von Noni Saft sofort eingestellt werden, wenn es zu Unverträglichkeiten oder unerklärbaren Begleiterscheinungen kommt, die mit dem Verzehr von Noni Saft in Zusammenhang stehen könnten. Grundsätzlich wird Noni Saft aber sehr gut vertragen und es scheint viele gesundheitliche Vorteile zu geben.

Persönliche Erfahrungen

Allgemein berichten viele Personen nach einer längeren Anwendungsdauer von Noni Saft über:

In der Heilkunde

In der traditionellen Heilkunde, unter anderem auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Noni Saft, Tee oder Mus schon lange eingesetzt:

In der Diskussion

Einige Erfahrungen mit Noni Saft lassen Experten aufhorchen. In folgenden Bereichen werden die Wirkungen von Noni Saft diskutiert und warten darauf, durch klinische Studien wissenschaftlich belegt zu werden:

Kauf von Noni Saft

Seit der Handel mit Noni Saft für den europäischen Raum freigegeben wurde, gibt es zahlreiche Anbieter. Hier gilt es, genau hinzuschauen und die Herkunft sowie den Herstellungsprozess in Erfahrung zu bringen. Für einen besseren Geschmack werden dem Noni Saft oft andere Säfte aus Trauben oder Beeren beigemischt. Wer sich jedoch gesundheitlichen Nutzen verspricht, sollte sich für einen 100-prozentigen Direktsaft entscheiden.

Ein Noni Saft aus reifen Früchten und aus der pürierten Frucht, ist hochwertiger als nachgereifte und dann gepresste Früchte.

Noni Saft kann über einen zertifizierten Online-Handel bestellt werden oder man kauft ihn in Naturkostläden und Reformhäusern. Ein Liter Direktsaft kostet in der Regel 20 bis 30 Euro. Bei einer empfohlenen, durchschnittlichen Dosierung reicht eine Literflasche Noni Saft rund einen Monat.

Anwendung und Dosierung von Noni Saft

Um in den Genuss der oben angegebenen gesundheitlichen Vorteile zu kommen, ist auf jeden Fall eine längere Einnahmedauer erforderlich. Noni Saft sollte daher mindestens zwei Monate bis mehrere Jahre lang regelmässig, täglich getrunken werden.

Im Durchschnitt liegen die Empfehlungen für eine Tagesdosis Noni Saft bei einem Schnapsgläschen (40 ml). Man fängt zunächst mit ein bis zwei Esslöffeln, über den Tag verteilt, an und steigert die Dosis langsam.

Tipps zur praktischen Anwendung von Noni Saft

Äussere Anwendung von Noni Saft

Der reine Noni Saft wird auch zur äusserlichen Anwendung bei Hautproblemen oder Neurodermitis empfohlen. Hierzu einfach ein sauberes Tuch oder Watte mit dem Saft tränken und über die betroffenen Stellen verteilen. Die Wirkung kann gesteigert werden, indem man das getränkte Tuch an dieser Stelle mit einem leichten Verband fixiert und über Nacht einwirken lässt.

Noni Blätter

Auch die Blätter des Nonibaumes haben es in den europäischen Handel geschafft, als getrocknete Teeblätter, als Extrakt und Gelee. Die Hauptanwendungsgebiete liegen im äusseren Bereich zur Behandlung von Wunden oder Hautausschlägen. Der Tee wird wegen seiner phytoöstrogenen Eigenschaften besonders von Frauen in den Wechseljahren geschätzt.

Nebenwirkungen

Auch wenn offiziell eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für den Noni Saft vorliegt, so wird in folgenden Fällen vom Verzehr abgeraten:

Noni Saft ist auch in Kombination mit bestimmten Medikamenten kontraindiziert. Zum Beispiel bei kaliumsparenden Diuretika, ACE-Inhibitoren oder Angiotensin-II-Rezeptorblocker.

Grundsätzlich gilt, wer unter einer schweren Erkrankung leidet und regelmässig Medikamente einnehmen muss, sollte sich vor dem Verzehr von Noni Saft ärztlichen Rat einholen.

Fazit

Wie Sie gelesen haben, die Beweislage für die Wirksamkeit von Noni Saft ist dünn. Doch sollte dies niemanden davon abhalten, seine eigenen Erfahrungen mit Noni Saft zu machen. Eine Frucht, die so fürchterlich schmeckt und riecht und dennoch seit Jahrtausenden bei den Naturvölkern hochgeschätzt wird, kann so wirkungslos nicht sein. Viele gesundheitsfördernde Substanzen wurden bereits in der Noni Frucht entdeckt. Darunter eine Menge Enzyme und enzymatische Vorstufen, weit mehr als von der Ananas bekannt sind. Die Wirkstoffe vieler Pflanzen und Pflanzenteile kamen, lange bevor ihre Inhaltsstoffe überhaupt bekannt waren, im Westen als Vital- und Heilmittel mit Erfolg zum Einsatz. Wer den Noni Saft als ein zusätzliches Angebot für die Gesundheit sieht und nicht als Wundermittel gegen bestimmte Erkrankungen, wird entspannt seine eigenen Erfahrungen machen können.


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