Chitosan - Vielfältig in der Anwendung, stark in der Fettbindung

Chitosan Chitosan

Hinter Chitosan verbirgt sich ein natürliches Polymer. Gewonnen werden kann der Wirkstoff aus dem Panzer von Schalentieren wie beispielsweise Krabben. Dabei kann Chitosan mit zahlreichen positiven Wirkungen überzeugen. So kann es bei der Wundheilung helfen, die Bakterienbildung hemmen und Entzündungen verhindern. Darüber hinaus kann es Fett binden, weswegen Chitosan insbesondere in Abnehmmitteln zum Einsatz kommt.

Was genau ist Chitosan?

Betrachtet man Chitosan wissenschaftlich, dann handelt es sich um ein Polyglucosamin oder auch Polyaminosaccharid. Dabei kann man von dem Wortstamm Aminosaccharid ableiten, dass hier verschiedene Zuckermoleküle, welche mit Aminogruppen versehen sind, aneinandergereiht sind. Poly deutet daraufhin, dass eine Vielzahl von Aminosacchariden in Kettenform aufgereiht ist. Chitosan kommt in der Natur vor, es handelt sich also nicht um ein industrielles Produkt, sondern um einen natürlichen Wirkstoff. Dabei kann dieser Stoff aber mit zahlreichen positiven Eigenschaften aufwarten, welche in den verschiedensten Branchen Verwendung finden können - von der Wasseraufbereitung bis hin zur Gewichtsreduktion.

Chitosan wird in verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln zum Abnehmen eingesetzt. Da es sich bei Chitosan um einen Ballaststoff handelt, wird er nicht vom Körper aufgenommen und auch nicht verdaut. Der Wirkstoff durchwandert den Verdauungstrakt also nur. Dabei können Fette gebunden werden, so dass diese nicht vom Körper aufgenommen werden können, sondern über die Verdauung ausgeschieden werden können.

Nicht nur beim Abnehmen soll Chitosan helfen, sondern darüber hinaus auch die Cholesterinwerte herabsenken können beziehungsweise dafür sorgen, dass diese im Gleichgewicht bleiben.

Die Gewinnung von Chitosan

Chitosan wird aus Chitin gewonnen und dabei hauptsächlich aus den Schalen von Krabben und Garnelen wie beispielsweise Panalus Borealis. Dafür wird als technisches Verfahren die Deacetylierung verwendet. Dies kann entweder enzymatisch oder aber durch heiße Natronlage erfolgen. Dabei ist festzustellen, dass durch das alkalische Verfahren mehr Menge erzeugt werden kann. Aufgrund der verschiedenen Verfahren und, da auch die Deacetylierung enorm variieren kann, können sich auch die Endprodukte deutlich voneinander unterscheiden. Je nach Verfahren kann die Kettenlänge von dem Polymer verändert werden, was zu einer Verringerung der Viskosität und zu einer Verbesserung der Löslichkeit führen kann.

Chitosan in der Natur

Man kann diesen Polymer auch in der Natur vorfinden. So gibt es einige Pilzarten, die in ihren Zellwänden nicht nur Chitin, sondern auch Chitosan aufweisen. Damit kann man aus diesen Pilzen direkt den Wirkstoff gewinnen. Zu den bekanntesten Pilzarten, die den natürlich Ballaststoff besitzen, zählen Rhizopus oryzae, Absidia coerulea sowie Mucor rouxii.

Die Eigenschaften von Chitosan

Es handelt sich um einen zähen, amorphen und farblosen Stoff. Wird der Wirkstoff industriell hergestellt, ist er hochmolekular. Mit Ausnahme von Schwefelsäure kann er in organischen Säuren und stark verdünnten Säuren gelöst werden. Dahingegen ist Chitosan in alkalischen oder neutralen Umgebungen nur schlecht löslich. Dies wiederum ist charakteristisch für den Wirkstoff und macht ihn damit einzigartig unter all den bekannten Biopolymeren. Chitosan ist ungiftig, antiallergen, antibakteriell und antiviral.

Chitosan - Bindung von Fetten und Schwebstoffen

Die gute Fettbindung kann im Labor sehr einfach nachgewiesen werden. Deswegen beschäftigen sich auch zahlreiche Patente mit dem Wirkstoff und dem Wirkprinzip. Äußerst bedeutend ist dabei die effiziente Fettbindung, weswegen Chitosan insbesondere in der Biochemie häufiger Verwendung findet. Auch in der Entsorgung, wenn es um die Ölbeseitigung geht, vertraut man immer mehr auf den Biopolymer. Dazu wird der fettbindende Ballaststoff auch vereinzelt in Arzneimitteln eingesetzt. In Medizinprodukten und verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln kann man Chitosan unter der Bezeichnung Lipidadsorbens vorfinden. In dieser Form ist der Stoff unbeschränkt verkehrsfähig in allen EU-Mitgliedsstaaten. Da auch noch Schwebstoffe durch den Biopolymer gebunden werden können, setzt man auch in der Getränkeindustrie, der Abwasserklärung und der Wasseraufbereitung auf ihn.

Die Anwendung von Chitosan

Chitosan findet interdisziplinär Verwendung, wie man es auch von vielen anderen Biopolymeren oder auch Cellulose kennt. In Kläranlagen oder auch in der Wassergewinnung wird es als Filtermedium genutzt. Auch in der Herstellung von Folien, Membranen und Fasern kann man es immer häufiger finden.

Insbesondere aber kommt Chitosan mit seiner heilenden, blutstillenden, anti-mikrobiellen und fettbindenden Wirkung in der Medizin zum Einsatz. Ebenfalls kann man Chitosan als Inhaltsstoff in einigen Zahnpasten entdecken. Es kann sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken, da es den Cholesterinspiegel senken kann. Auch in der Tumortherapie setzt man inzwischen auf die positiven Effekte von diesem Biopolymer.

In der Kosmetik macht man sich Chitosan und die positiven Eigenschaften bei Haarpflegemitteln, Mundpflegemitteln und Hautpflegemitteln zunutze.

Beim Abnehmen kann Chitosan als Nahrungsergänzungsmittel helfen, da es Fette binden kann und den Körper bei der Verdauung von Fetten unterstützen kann. Dabei wird Chitosan der Gruppe, der Fettblocker zugeordnet.

Die positiven Eigenschaften von Chitosan auf einen Blick:

Chitosan als Nahrungsergänzungsmittel

Als Nahrungsergänzungsmittel wird Chitosan sowohl als Pulver als auch in Kapseln angeboten. Ob man es als Pulver oder Kapsel einnimmt hat keinen Einfluss auf die Wirkung - das ist also Geschmackssache.

Die Wirkung von Chitosan

Grundsätzlich sind Ballaststoffe immer gut, insbesondere für die Verdauung. Bei Chitosan kommt hinzu, dass es direkt den Verdauungstrakt erreicht und dort Fette binden kann bevor diese vom Körper verarbeitet werden können. Dadurch kann eine Gewichtszunahme durch Fette unterbunden werden. Denn die Fette können zusammen mit dem Ballaststoff unverarbeitet ausgeschieden werden. Langfristig kann sich Chitosan somit positiv auf die Gewichtsreduktion auswirken und somit beim Abnehmen helfen. Außerdem kann sich die antibakterielle Wirkung insgesamt sehr positiv auf die Verdauung und die Darmflora und somit auch auf die Darmgesundheit auswirken.

Wie wirkt Chitosan im Körper?

Grundsätzlich wird Chitosan gemeinsam mit den Mahlzeiten eingenommen. Im Körper quillt der Ballaststoff dann auf und es kommt zur Ausbildung eines Gels. Dadurch kann das Sättigungsgefühl früher eintreten. Außerdem kann so Heißhungerattacken vorgebeugt werden.

Das mit den jeweiligen Mahlzeiten aufgenommene Fett, kann von dem natürlichen Ballaststoff teilweise gebunden werden. Dadurch verbleibt das Fett nicht im Körper, sondern kann ausgeschieden werden. Der große Vorteil von Chitosan: es kann ein Vielfaches seines Eigengewichts an Fett binden.

Doch der Wirkstoff kann nicht nur Fett binden, sondern darüber hinaus auch andere fettlösliche Stoffe wie beispielsweise Vitamine. Langfristig kann es daher durch eine Einnahme von Chitosan zu Mangelerscheinungen kommen, insbesondere im Hinblick auf Vitamin A, Vitamin D und Vitamin E.

Abnehmen mit Chitosan

Die fettbindenden Wirkung kann Menschen mit Übergewicht beim Abnehmen helfen. Denn, wenn man ein chitosanhaltiges Nahrungsergänzungsmittel vor einer fetthaltigen Mahlzeit einnimmt, kann der Fettblocker bewirken, dass das Fett nicht in den Körper gelangt. Somit kann das überschüssige Fett auch nicht vom Körper abgespeichert werden. Dadurch können dann Fettpolster an den Hüften, an den Oberschenkeln oder beispielsweise auch am Po vermieden werden.

Grundsätzlich sollte man daher während einer Diät Chitosam zu jeder Mahlzeit aufnehmen, da man so eine mögliche Fettaufnahme auf ein Minimum reduzieren kann. Insbesondere auch bei sehr fettreichen Speisen kann eine Einnahme von dem natürlichen Ballaststoff einen positiven Effekt haben.

Gleichzeitig kann Chitosan durch seine aufquellende Eigenschaft auch das Hungergefühl dämmen. Weniger Hunger ist gleichbedeutend mit weniger essen. Isst man weniger kann dies natürlich ebenso eine Gewichtsabnehme begünstigen. Gleichermaßen kann ein vermindertes Hungerempfinden auch dazu führen, dass gefürchtete Heißhungerattacken während des Abnehmprozesses ausbleiben. Wichtig ist dabei vor allem, dass man das chitosanhaltige Produkt regelmäßig einnimmt.

Da Chitosan hauptsächlich als Fettblocker fungiert, heißt dies aber auch, dass sich die positive Wirkung nur auf eine verminderte Fettaufnahme beim Essen auswirkt. Wer also weiterhin zuckerhaltige Süßspeisen oder auch Softdrinks zu sich nimmt, der wird keine großen Erfolge beim Abnehmen verzeichnen können. Daher sollte man, wenn man Abnehmen möchte, auch unbedingt auf die Ernährung achten und die Ernährung anpassen. Denn nur dann kann das Polymer auch eine Unterstützung beim Abnehmen sein.

Chitosan ist also keine Alternative zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Einfach weiter schlemmen ohne Reue und dabei hoffen, dass die Kapseln oder das Pulver dafür sorgen, dass man dennoch abnimmt, das funktioniert auch mit diesem Wirkstoff nicht. Daher kann immer nur empfohlen werden, den Ballaststoff als Ergänzung zu einer diätischen Ernährung zusehen, denn nur dann wird man voraussichtlich die gewünschten Ziele beim Abnehmen erreichen können.

Ebenso kann der fettbindende Polymer natürlich auch nicht als Ersatz für Bewegung verstanden werden. Da man aber durch Bewegung und insbesondere sportliche Aktivität viele Kalorien verbrennen kann, sollte man sich auch während der Einnahme von diesem Fettblocker so viel wie möglich bewegen.

Wer sich also zu einer Einnahme entschließt, der sollte berücksichtigen, dass der fettbindende Ballaststoff Chitosan lediglich eine Hilfe beim Abnehmen darstellen kann. Die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten auf eine gesunde Ernährung und Sport sollten für ein erfolgreiches Abnehmen unbedingt zum jeweiligen Diätprogramm dazugehören.

Die Dosierung von Chitosan

Da Chitosan in unterschiedlicher Form und in verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln Verwendung findet, lässt sich eine allgemeine Dosierungsempfehlung nicht aussprechen. Die jeweilige Dosierung hängt von dem gewählten Produkt ab und natürlich auch von der Konzentration. Dabei sollte man sich immer an die Dosierungsempfehlung halten. Denn nur dann kann auch gewährleistet werden, dass Chitosan seine volle Wirkung entfalten kann.

Bekannte Nebenwirkungen von Chitosan

Da Chitosan im Darmtrakt aktiv wird, kann es hier auch zu Nebenwirkungen kommen. So kann es durch die Einnahme von Chitosan zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören ein Blähbauch, Übelkeit sowie Verstopfungen. Insgesamt kann man dem natürlichen Ballaststoff aber eine gute Verträglichkeit zuordnen.

Wer allerdings allergisch auf Schalentiere reagiert, der sollte vor der Einnahme von Chitosan abklären, ob die Allergie in direktem Bezug zu dem Wirkstoff steht. Wenn ja, kann es hier natürlich zu den verschiedensten unangenehmen allergischen Reaktionen kommen.

Wann sollte man Chitosan nicht einnehmen?

Eine Kontrainduktion besteht, wenn man auf diesen Wirkstoff überempfindlich reagiert oder eine Allergie auf Krustentiere vorliegt. In diesen Fällen ist von einer Einnahme abzuraten. Außerdem sollten Frauen weder in der Schwangerschaft noch in der Stillzeit Chitosan einnehmen.

Mögliche Wechselwirkungen von Chitosan mit anderen Medikamenten

Chitosan kann die Aufnahme von fettlöslichen Wirkstoffen vermindern. Daher sollten Medikamente oder aber auch fettlösliche Vitamine entweder mindestens 4 Stunden vor der Einnahme von Chitosan oder nach der Einnahme genommen werden. Auch kann Chitosan verhindern, dass essentielle Fettsäuren vom Körper aufgenommen werden.

Ebenso kann es auch zu Einschränkungen der Wirksamkeit von Verhütungsmitteln wie der Pille kommen. Frauen, welche die Pille zur Verhütung anwenden, sollten daher diese auch nie gemeinsam mit Chitosan einnehmen, sondern immer mindestens Abstand einen Abstand von 4 Stunden zwischen der Einnahme der Pille und Chitosan einhalten.

Epileptiker sollten von der Einnahme von Chitosan absehen. Italienische Ärzte berichten, dass zwei an Epilepsie erkrankte Frauen im Alter von rund 30 Jahren, ein Arzneimittel mit Valproinsäure zu sich nahmen und gleichzeitig mit einem Chitosanprodukt abnehmen wollten, unerwartete epileptische Anfälle erlitten.

Menschen, die unter akuten Verdauungsbeschwerden oder auch Erkrankungen wie Magen-Schleimhaut-Entzündung, Morbus Crohn, Magen-Darm-Geschwüre, Stoffwechselstörungen, Refluxkrankheit, Divertikulitis, Colitis ulcerosa leiden oder Anzeichen für einen Darmverschluss aufweisen, sollten auf die Verwendung von chitosinhaltigen Produkten verzichten.

Außerdem sollten Menschen, die regelmäßig Blutverdünner zu sich nehmen oder aber Diabetiker sind, vor der Anwendung von Chitosin Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.

Der positive Einfluss von Chitosan auf den Cholesterinspiegel

Neben Fettsäuren kann der Polymer Chitosan auch Cholesterin binden. Hierzu wurde eine doppelblind Studie mit Frauen durchgeführt, welche eine Hypercholesterinämie aufwiesen. Dabei konnte man notieren, dass die Cholesterinwerte durch die Einnahme von Chitosan verbessert werden konnte. Über einen Zeitraum von 8 Wochen, konnte durch die Verabreichung von 1,2 g pro Tag eine signifikante Reduzierung des Cholesterinwerts erkannt werden. Dabei war die Wirkung bei Frauen, die älter als 60 Jahre waren, noch stärker.

Die Auswirkungen von Chitosan auf Fettzellen und Stoffwechsel

In der Invitro-Studie Chitosan oligosaccharides inhibit adipogenesis in 3T3-L1 adipocytes von Cho EJ, Rahman MA, Kim SW, Baek YM, Hwang HJ, Oh JY, et al.. durchgeführt im Jahr 2008 konnte man erkennen, dass Chitosan die Adigonese, also die Ausreifung von Fettzellen, hemmen konnte. Dabei konnte man ebenfalls feststellen, dass es eine Fettansammlung unterdrückte und eine Aktivierung von verschiedenen Genen, welche für die Fettansammlung verantwortlich sind, ausblieb.

Die antibakterielle Wirkung von Chitosan

In den Untersuchungen Bacterial-binding chitosan microspheres for gastric infection treatment and prevention aus dem Jahr 2013 und The potential utility of chitosan micro/nanoparticles in the treatment of gastric infection aus dem Jahr 2014, konnte man beobachten, dass der schädliche Keim Helicobacter pylori von Chitosan gebunden werden kann und, dass Chitosan insgesamt über eine antimikrobielle Wirkung verfügt.

Chitosan Studien: überzeugende Ergebnisse in der Fettbindung, aber keine eindeutigen Beweise

Inzwischen wurden verschiedene Studien zur Wirkung von Chitosan durchgeführt. Dabei wurde insbesondere die fettbindende Eigenschaft von dem natürlichen Ballaststoff betrachtet. In einer Studie aus dem Jahr 2002 von Arnanda et al konnte man feststellen, dass durch die Einnahme von Chitosan täglich 3,63 g mehr Fett ausgeschieden werden kann. Dabei wurde den Probanden zusätzlich zu Chitosan noch Flohsamen verabreicht, was die Wirkung beeinflusst haben könnte.

In einer Studie von Schiller aus dem Jahr 2001 wurden den Studienteilnehmern über einen Zeitraum von 8 Wochen täglich jeweils 3 g Chitosan verabreicht. Dabei wurde ein schnell lösliches und hochmolekulares Chitosan eingesetzt. Eine zusätzliche Diät wurde von den Probanden nicht durchgeführt. Durchschnittlich konnte ein Gewichtsverlust von 2,5 kg nach 8 Wochen bei den Studienteilnehmern festgestellt werden.

Gleichermaßen konnte man in wissenschaftlichen Untersuchungen belegen, dass die Wirkung von Chitosan durch die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C verstärkt werden kann. Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass die verschiedenen Chitosanprodukte unterschiedlich stark wirken. Besonders gut kann hochviskoses Chitosan Fett binden.

Belegen kann dies eine aktuellere Untersuchung, bei welcher übergewichtige Frauen jeden Tag 3 g Chitosan eingenommen haben während einer Vergleichsgruppe neben den 3 g Chitosan auch noch 2 g Vitamin C täglich verabreicht wurde. In einer vorhergehenden Studie an Tieren konnten die Forscher nämlich feststellen, dass Vitamin C die Wirkung von Chitosan positiv beeinflussen konnte. Gleich konnte auch die Humanstudie ergeben. Zum Abschluss der Untersuchung war der Body Mass Index der Frauen, die lediglich Chitosan genommen hatten durchschnittlich um 1.0 kg/m2 gesunden. Bei der Vergleichsgruppe, die darüber hinaus auch noch Vitamin C eingenommen hatte sank der Body Mass Index dahingegen um 1.6 kg/m2, was einer Steigerung um 60 % entspricht.

Doch insgesamt sind die Ergebnisse der einzelnen Studien zu Chitosan immer noch zu unterschiedlich. Im Reagenzglas kann die Bindung von Fett eindeutig nachgewiesen werden. Dahingegen kann man nicht eindeutig erkennen, dass im menschlichen Körper das selbe geschieht. Zwar deuten verschiedenen Studienergebnisse daraufhin, doch allgemein kann man nicht zu 100 % sagen, dass durch die Einnahme von Chitosan die ausgeschiedene Fettmenge signifikant ansteigt. Erst, wenn es genügend Studienresultate gibt, kann man hierzu eine abschließende Bewertung abgeben. Laborwerte sind schön und gut, aber am Ende zählen die Ergebnisse von klinischen Studien oder aus dem Alltag.

Zukünftige Studien sollten sich allein auf die Überprüfung der Wirksamkeit von dem natürlichen Ballaststoff Chitosan beschränken. Dabei sollten den Probanden keinerlei andere gewichtsreduzierenden Stoffe zugeführt werden. Außerdem sollten auch die sportliche Aktivität und die Ernährung beleuchtet werden. Dazu sollte auch die Laufzeit der Studien entsprechend lang sein. Denn nur dann kann man die Studienergebnisse als verlässlich bezeichnen.

Gute Resultate konnten in einer Humanstudie erzielt werden, bei welcher die Studienteilnehmer zusätzlich noch eine Diät mit einer täglichen Kalorienzufuhr von rund 1.000 kcal durchführen mussten. Hier konnten verschiedene Abnehmerfolge verzeichnet werden, so dass man zu dem Schluss kommen kann, dass in Kombination mit einer derartigen Diät je nach Konstitution innerhalb von 6 Monaten durchschnittlich 2 kg abgenommen werden können. Da andere Studien wiederum eine fehlende Wirksamkeit zum Ergebnis haben, hat die EFSA - die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde - beschlossen, zunächst einmal ein Werbeverbot auf Nahrungsergänzungsmitteln auszusprechen. Daher verweisen viele Hersteller von Chitosamin darauf, dass zusätzlich eine ausgewogene Ernährung und Sport empfohlen werden. Ebenso kann man häufig Formulierungen wie "kann eine Reduktionsdiät unterstützen" vorfinden.

Stand jetzt wurden rund 14 verschiedene Studien, an denen insgesamt 1.071 Probanden teilnahmen durchgeführt. Alle Ergebnisse dieser Studien wurden in einer Meta-Analyse zusammengefasst. Die Dauer der Studien betrug im Durchschnitt circa 8 Wochen. Dabei wurden Dosen zwischen 1 g und 15 g pro Tag verabreicht. Insgesamt konnten Studienteilnehmer, die Chitosam eingenommen haben, etwa 1,7 kg mehr abnehmen als die Teilnehmer der jeweiligen Vergleichsgruppe.

Worauf sollte man beim Kauf von Chitosan achten?

Egal, für welches chitosanhaltige Mittel man sich auch entscheidet, man sollte natürlich auf die Herkunft achten. Chitosanhaltige Produkte, die in Deutschland hergestellt werden und vertrieben werden, sollten als unbedenklich gelten, da diesen sonst für den deutschen Markt nicht zugelassen werden würden.

Auch Zertifikate und Prüfsiegel können Aufschluss auf die Qualität von dem jeweiligen Präparat geben, ebenso wie auch bekannte Hersteller. Dazu sollte man auch die jeweilige Konzentration und Zusammensetzung der Produkte beachten. Chitosanhaltige Mittel mit einer höheren Konzentration können aller Wahrscheinlichkeit auch eine stärkere Wirkung vorweisen. Nicht zu vernachlässigen ist natürlich immer auch das Mindesthaltbarkeitsdatum. Achten Sie dabei nicht nur darauf, dass das jeweilige Mittel noch haltbar ist, sondern auch wie lange es noch haltbar ist. Denn schließlich wollen Sie ja mit dem chitosanhaltigen Produkt abnehmen und dieses wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum einnehmen.

Da Chitosan in Kombination mit Vitamin C besonders effizient wirken kann, können Sie sich auch direkt für ein Präparat entscheiden, welches neben dem pfanzlichen Ballaststoff auch noch das wertvolle Vitamin aufweist. Hilfreich beim Kauf von einem chitosanhaltigen Mittel können auch immer Bewertungen und Erfahrungsberichte von anderen Verwendern sein.

Wo kann man Chitosan kaufen?

Chitosanhaltige Produkte kann man sowohl im stationären Handel als auch in diversen Onlineshops kaufen. Zahlreiche örtliche Drogerien und auch Apotheken bieten chitosanhaltige Medizinprodukte an. Gleiches gilt für das Internet. Wer Chitosan kaufen möchte, hat also die Qual der Wahl und kann sich entscheiden, ob er es im klassischen Einzelhandel oder über das Internet bestellen möchte. Oftmals kann man chitosanhaltige Mittel online günstiger bestellen, da das Angebot im Web noch größer ist. Außerdem hat man hier immer die Möglichkeit die verschiedenen Angebote miteinander zu vergleichen. Durch einen Vergleich kann man sich außerdem einen guten Überblick verschaffen und das Präparat mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis auswählen.


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