CBD - Aus der Kraft der Cannabis Pflanze

CBD CBD

Cannabidiol ist ein immer stärker auf den Markt drängender Wirkstoff, der vor allem in Form von CBD Öl immer mehr Furore macht. Gewonnen wird die Substanz aus Hanfpflanzen, ein Grund warum Laien CBD meist mit Rauschzuständen in Verbindung bringen. Das ist allerdings ein Irrglaube, denn CBD hat keine Wirkung auf das psychoaktive System. Rauschzustände bleiben somit aus.

Was ist CBD genau?

Cannabidiol, kurz CBD genannt, wird vor allem aus Faserhanf gewonnen. Verglichen hiermit ist THC, der berauschende Wirkstoff von Cannabis, in sogenannten Drogenhanfsorten auffindbar. CBD wirkt nicht psychoaktiv, THC hingegen schon.

Wenn auch Sie nach wie vor Hanf automatisch mit Marihuana in Verbindung bringen, sind Sie damit nicht alleine. Es gibt jedoch sehr viele, verschiedene Hanfsorten, die in unterschiedlicher Form und Weise verwendet werden. Industriehanf beispielsweise enthält kein THC, aber CBD und wird für die Bekleidungsherstellung verwendet. Diese Hanfform enthält einen hohen Anteil an CBD, so dass auch Hanföl damit hergestellt werden kann. Dieses CBD Öl hat keine berauschende Wirkung.

Hanf, dessen Cannabidiol Gehalt hoch ist, wird nicht als Droge angesehen, allerdings ist eine grosse Vielzahl an Nährstoffen enthalten. Diese Stoffe sind überlebenswichtig für den Körper, werden aber nicht selbstständig von ihm hergestellt.

Die Herkunft von Hanf und Cannabidiol

Zu den ältestesten Nutzpflanzen weltweit gehört Hanf. Mehr als 10.000 Jahre schon wird die Pflanze angebaut, seit rund 3.000 Jahren werden Textilien aus Hanffasern hergestellt. Die Nutzbarkeit der Pflanze ist sehr vielfältig, in China wurden schon vor mehr als 5.000 Jahren Textilien aus Hanf hergestellt. Seit rund 2.000 Jahren wird Hanf in China auch zur Papierherstellung genutzt. Hanf hat allerdings auch viele, medizinische Vorzüge. Schon Gutenberg war sich bewusst, dass CBD ein gutes Mittel bei zu hohem Blutdruck ist.

Heute ist Hanf ein sehr begehrtes Produkt, es wird zur Herstellung von Jeanshosen, Garn oder auch Segeltüchern genutzt. Durch die Verwendung von Hanffasern werden Stoffe reissfest, weich und können angenehm getragen werden.

Heute wird Hanf nahezu weltweit angebaut, vor allem in subtropischen Regionen gibt es meilenweite Plantagen. Die Herkunft der begehrten Pflanze ist Zentralasien, dort war sie bis vor rund 10.000 Jahren sogar ein existenzielles Nahrungsmittel. Hanfsamen galten schon damals als sehr gesund und wurden daher auch zur Therapie von Krankheiten wie Malaria und Rheuma verwendet.

Im 20. Jahrhundert schafften es Kunstfasern die damals genutzten Hanffasern beinahe zu verdrängen. Heute jedoch drängt sich der Hanf wieder nach vorn. Vor allem in der Medizin spielt Cannabidiol eine grosse Rolle. Es wird in Form von CBD Öl vor allem bei der Behandlung von Depressionen, Krebs, ADHS oder auch Tourette eingesetzt.

Die Wirkung von Cannabidiol

Vor allem in dem von Landwirten angebauten Faserhanf ist CBD enthalten. Dieser Stoff hat keine psychische Wirkung, jedoch ein breit gefächertes Wirkungsspektrum. Es sind heute mehr als zehn Wirkungsweisen publik, die einen Einfluss auf verschiedene, menschliche Rezeptoren haben. Hierzu gehören die Vanilloidrezeptoren, der Glycinrezeptor und der 5-HT1A Rezeptor. Darüber hinaus hat CBD eine antioxidative Wirkung und verstärkt den Einfluss von Adenosin.

Die antioxidative Wirkung der Cannabinoiden sorgt für eine Verringerung von freien Radikalen und kann dabei helfen oxidativen Stress zu vermeiden. Insbesondere wenn es um die Vermeidung einer oxidativen Schädigung durch Wasserstoffperoxid geht, ist CBD ein guter Helfer. Im Versuch mit Ratten konnte nachgewiesen werden, dass bei Kombination von Alkohol und CBD eine Nervenschädigung verhindert werden konnte. Auch dieser Effekt ist in der antioxidativen Wirkung begründet.

CBD hat eine blockierende Wirkung auf den menschlichen CB1-Rezeptor, was schon vor mehreren Jahrzehnten herausgefunden wurde. Die typische Wirkungsweise von THC (gesteigerter Appetit, angeregte Herzfunktion, psychogene Wirkung) wird somit ausgehebelt. CBD kann daher in der Therapie von Adipositas eingesetzt werden. CBD kann zudem eine antipsychotische Wirkung bei Schizophreniepatienten haben. Das ist dadurch erklärbar, dass die Aufnahme von Anandamid in den Zellen gehemmt und somit auch der Abbau verringert wird. Somit steigt die Gesamtkonzentration durch die Einnahme von CBD und löst die antipsychotische Wirkung aus.

Schmerzlindernde Wirkung von Cannabidiol

Cannabidiol gilt in höchstem Masse als schmerzlindernd. Die Vanilloidrezeptoren von Typ 1 und Typ 2 werden durch CBD stimuliert. Schmerzrezeptoren enthalten auf den Nervenendigungen einen Vanilloidrezeptor 1. Durch die Stimulation dieser Rezeptoren mit CBD kann eine schmerzlindernde Wirkung erzielt werden.

Tierversuche mit Mäusen brachten das Ergebnis, dass CBD in der Lage ist neuropathische und entzündliche Schmerzen zu verringern. Mäuse verfügen, anders als Menschen, nicht über Glycinrezeptoren. Beim Menschen befinden sich diese überwiegend in Nervenzellen. Im Versuch mit den Mäusen konnte keine schmerzhemmende Wirkung nachgewiesen werden. Das lässt den Schluss zu, dass eben jener Rezeptor einen Einfluss auf die Unterdrückung von Schmerzreizen hat. Regt Cannabidiol jenen Glycinrezeptor an und aktiviert ihn, entwickelt sich eine geringere Erregbarkeit der Nervenzellen und somit eine Schmerzreduktion.

CBD hat ebenfalls einen Einfluss auf Adenosin, was im Körper auf verschiedene Arten wirkt. So ist es für die Blockierung der Ausschüttung aktivierender und belebender Botenstoffe des Nervensystems verantwortlich. Darüber hinaus bewirkt Adenosin eine Erweiterung der Blutgefässe. Cannabidiol verstärkt die Signalwirkung von Adenosin, so dass eine entzündungshemmende Wirkung herbeigeführt werden kann.

Einen weiteren Einfluss hat CBD auf den 5-HT1A Rezeptor. Es handelt sich hierbei um den Serotonin-Rezeptor, der in Rückenmark und Gehirn Lern- und Speichervorgänge beeinflusst und unter amderem für die Regulierung der Körpertemperatur verantwortlich ist. Durch eine Aktivierung dieses Rezeptors können Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen behandelt werden. Den gleichen Effekt kann Cannabidiol durch die Anbindung an den Rezeptor erzielen.

Die Anwendungsbereiche von CBD

Da Cannabidiol über zahlreiche, gesunde Eigenschaften verfügt, gibt es eine breite Palette an Anwendungsbereichen. Viele Erfahrungsberichte zeigen neben offizieller Studien die positive Auswirkung einer Therapie mit Cannabidiol.

Einsatz von CBD gegen Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen, was häufig Folgeprobleme wie Unruhe und innere Anspannung zur Folge hat. Die Leistungsfähigkeit sinkt und es kommt zu beruflichen Fehlern und im schlimmsten Fall zu Verletzungen. Viele Menschen behelfen sich mit Schlafmitteln, doch auch die können Nebenwirkungen haben. Nicht nur, dass es zu Müdigkeit am Tage kommt, sondern auch ein hohes Abhängigkeitspotential lässt diese Medikamente gefährlich werden.

Cannabidiol ist eine gute Alternative, da es als frei von Nebenwirkungen gilt. Der Tag beginnt munter und ausgeschlafen, die Inhaltsstoffe des CBD entfalten ihre natürliche Wirkung.

Nikotinentzug mit Hilfe von CBD

Studien haben nachgewiesen, dass CBD in der Lage ist unterstützend bei der Rauchentwöhnung zu wirken. Während einer Testuntersuchung wurde CBD von 12 Probanden inhaliert, sobald sich der Drang nach einer herkömmlichen Zigarette verstärkte. 12 weitere Raucher wurden mit Placebos versorgt. In der Placebo-Testgruppe konnten keine Veränderungen nachgewiesen werden, die CBD-Gruppe hingegen verzeichnete eine geringere Lust auf Zigaretten. Des Weiteren konnte die Gesamtanzahl der gerauchten Zigaretten um etwa 60 Prozent reduziert werden.

Anwendung von CBD bei Akne und Hautproblemen

Akne gehört zu den Hauptproblemen der jugendlichen Haut, doch auch Erwachsene haben immer häufiger Schwierigkeiten damit. Die Anfälligkeit für die Ausbildung von Akne ist von Mensch zu Mensch verschieden. Durch die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung von Cannabidiol kann der Fettgehalt der Haut reduziert werden. Es ist auf diese Weise möglich Akne dauerhaft zu bekämpfen oder zumindest zu lindern.

CBD als Prävention gegen Diabetes

In der vorbeugenden Behandlung gegen Diabetes hat CBD Studien zu Folge eine gute Wirksamkeit bewiesen. Mäusen mit Übergewicht wurde im Test Cannabidiol injiziert und es zeigte sich, dass trotz weiter bestehenden Übergewichts kein Diabetes entwickelt wurde. Eine Placebogruppe mit Mäusen hingegen zeigte, dass eine Mehrzahl der Tiere in kürzester Zeit erkrankte.

Einsatz von CBD zur Linderung von Multipler Sklerose

Eine weitere Studie mit Mäusen konnte belegen, dass CBD eine lindernde Wirkung bei Multipler Sklerose hat. Den Mäusen wurde für zehn Tage eine gewisse Dosis Cannabidiol verabreicht. Es zeigte sich sowohl eine Verbesserung des Gesamtzustands, als auch eine Verbesserung der Beweglichkeit. Es sind zwar noch einige, weitere Studien notwendig, doch die ersten Hinweise einer positiven Auswirkung von CBD bei Multipler Sklerose sind vorhanden.

Einsatz von CBD bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Fibromyalgie

Mehreren Erfahrungsberichten zur Folge kann CBD durch seine entzündungshemmende Wirkung eine chronische Darmerkrankung wie z.B. Morbus Crohn positiv beeinflussen. Patienten unter Einnahme von Cannabidiol berichten vielfach von einer starken Verbesserung der Symptomatik.

Fibromyalgie, eine zentrale Erkrankung des Nervensystems kann ebenfalls durch die Anwendung von CBD gelindert werden. In einer Studie wurde eine Patientengruppe mit klassischen Medikamenten behandelt, eine andere erhielt CBD. Die Patienten, bei denen auf CBD verzichtet wurde, konnten sich nicht über sichtbare Verbesserungen freuen. Die CBD-Patienten hingegen konnten eine spürbare Linderung der Symptome verzeichne. Auch hier sind weitere Studien erforderlich, um eine tatsächliche Wirkung zu belegen.

Anwendung von CBD bei Allergien und Asthma

Bei Krankheiten wie Allergien und Asthma kann der Einsatz von Cannabidiol hilfreich sein. Das Immunsystem wird durch die Anwendung angeregt, ausserdem macht sich der entzündungshemmende Effekt bemerkbar. Asthma entsteht meist durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Durch die Behandlung mit Cannabidiol kann diese Fehlsteuerung behandelt werden, das Immunsystem wird gestärkt. Ein ähnlich positiver Effekt kann bei Allergien erwartet werden. Wenn sich die körpereigenen Abwehrkräfte verstärken, können sich Schübe reduzieren oder ausbleiben.

Weitere, bekannte Anwendungsgebiete von Cannabidiol:

Sind Nebenwirkungen durch CBD zu erwarten?

Wird Cannabidiol sachgemäss angewendet, sind keine oder maximal sehr schwache Nebenwirkungen zu erwarten. Jeder Mensch reagiert auf eine neue Substanz anders, daher ist ein langsamer Einstieg in die CBD Therapie ratsam. Studien haben allerdings bislang selbst bei hoher Dosierung keine starken Nebenwirkungen verzeichnet.

In sehr seltenen Fällen ist es möglich, dass bei sehr hoher Dosierung Symptome wie Durchfall, Schläfrigkeit oder Appetitlosigkeit auftreten. Allerdings ist bislang nicht belegt, dass diese Symptome tatsächlich auf die Anwendung von CBD zurückzuführen sind. Schwangere Frauen sollten allerdings auf eine Therapie verzichten, gleiches gilt für Kinder und Patienten die mit beruhigenden Medikamenten wie Diazepam behandelt werden.

Aufgrund fehlender Langzeitstudien sind Wissenschaftler derzeit noch nicht bereit eine sichere Aussage zur Anwendung von CBD zu machen. Es gilt jedoch bislang als sicher, dass Cannabidiol keine toxische Wirkung hat oder negativ auf den Körper wirkt.

Studien rund um das Thema Cannabidiol

Durch den immer steigenderen Bekanntheitsgrad von Cannabidiol sind immer mehr Forscher auf das Thema aufmerksam geworden. Hanf und auch CBD ist bereits in vielen Studien untersucht worden, eine Zulassung als Heilmittel ist bislang aber nicht erfolgt. Es wurden von Forscher allerdings bereits verschiedene Wirkungen nachgewiesen.

Die Auswirkung von Cannabidiol auf Krebserkrankungen

Insbesondere bezüglich der Wirkung von CBD bei Krebserkrankungen existieren mittlerweile zahlreiche Studien. Die Analysen haben sich mit verschiedenen Krebsarten beschäftigt und die Wirkung von Cannabidiol untersucht.

Verschiedene Studien untersuchten die Wirkung von CBD bei Gehirntumoren. Es konnte aufgezeigt werden, dass Cannabidiol dazu beiträgt, die Überlebensrate der Tumorzellen zu senken. Mehrere Untersuchungen, unter anderem aus den Jahren 2001 und 2011 konnten diesen Effekt bestätigen. Doch auch auf weitere Krebsarten hat der Wirkstoff einen positiven Effekt, wie nachgewiesen wurde. So konnte beispielsweise eine hervorragende Wirkung bei Lungenkrebs belegt werden, wie diese Studie zeigt: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21097714.

Auch weibliche Krebsbetroffene können dank CBD Hoffnung schöpfen, wenn des nach der Meinung der Forscher geht. Die Wirkung von Cannabidiol auf Brustkrebs wurde ebenfalls getestet und es hat sich gezeigt, dass das Wachstum der Krebszellen verhindert und im Falle einer Krankung verlangsamt werden kann.

Die Auswirkung von CBD bei Demenz

Eine neuroprotektive Wirkung wurde in zahlreichen Cannabinoiden bereits nachgewiesen. Aus diesem Grund haben Wissenschaftler erforscht, ob der Konsum von Marihuana eine Auswirkung auf Demenz hat. In einer Studie konnte tatsächlich nachgewiesen werden, dass der neurodegenerative Prozess, der für die Entstehung von Demenz verantwortlich ist, durch Cannabinoide verhindert werden kann. Für die Alzheimer-Therapie spielt dieses Ergebnis eine grosse Rolle.

An der Universität in Jerusalem wurde eine Laborstudie mit Mäusen durchgeführt. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Degeneration des Gedächtnisses verlangsamt wird, wenn Cannabis ohne berauschende Wirkung zur Therapie eingesetzt wird.

CBD als Behandlungsmethode bei Epilepsie

Das Land Israel führte im Jahr 2014 ein umfangreiches Therapieprogramm mit Cannabis an insgesamt 74 Kindern und Jugendlichen durch, die an Epilepsie litten. Die herkömmliche Epilepsie-Therapie hatte bis dato bei diesen Probanden keine Wirkung gezeigt. Die Patienten erhielten CBD-Öl, welches in Olivenöl aufgelöst wurde. Das Mischungsverhältnis betrug 20:1 von CBD und THC. Der Versuch dauerte insgesamt sechs Monate. Sowohl die Eltern, als auch die kleinen Patienten selbst hielten die Häufigkeit der folgenden Anfälle fest.

Das Untersuchungsergebnis zeigte, dass in rund 89 Prozent aller Fälle ein Rückgang der Anfallshäufigkeit zu verzeichnen war. 13 Kinder hatten zwischen 75 und 100 Prozent weniger Anfälle, 25 Kinder konnten einen Rückgang um 50 - 75 Prozent verzeichnen. Neun der untersuchten Patienten verzeichneten einen Rückgang zwischen 25 und 50 Prozent und 19 behandelte Kinder hatten eine Verringerung der Anfallsrate von weniger als 25 Porzent zu verzeichnen. Bei fünf der untersuchten Patienten stieg die Anfallshäufigkeit an, so dass sie von der Studie ausgeschlossen wurden.

CBD und die Auswirkung in der Schmerzbehandlung

Chronische Schmerzen fordern in der Schulmedizin häufig den Einsatz von Opioden. Die Nebenwirkungen sind oft stark ausgeprägt. Frei verkäufliche Medikamente mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Paracetamol oder Aspirin schaffen nur bei leichten Schmerzen Linderung und verfügen ebenfalls über Nebenwirkungen. Rund 2.000 Menschen sterben jährlich an der Folge von Schmerzmitteleinnahmen.

2007 gelang es Forschern mittels Tierversuchen nachzuweisen, dass durch die tägliche Einnahme von CBD eine dauerhafte Reduzierung übermässiger Schmerzempfindlichkeit erreicht werden kann. Auch die Reaktion auf Schmerzreise konnte verringert werden. Somit kann CBD unterstellt werden, dass es zur Linderung chronischer Schmerzen geeignet ist.

Eine Studie aus Israel im Jahr 2016 konnte überdies belegen, dass durch CBD nicht nur Schmerzen, sondern auch der Bedarf an Opiaten reduziert werden konnte. Behandelte Patienten konnten einen Zugewinn an Lebensqualität verzeichnen. An der Studie nahmen insgesamt 274 Patienten teil. Die Behandlung erfolgte mit medizinischem Cannabis, welches THC enthält. Auch andere Cannabinoide kamen zum Einsatz, so dass die Ergebnisse vielversprechend sind.

CBD zur Behandlung von Depressionen

Ein Versuch mit Ratten konnte zeigen, dass CBD eine Steigerung des Antriebs und der Motivation zur Folge hat. Auch der sogenannte pro-Lust-Effekt (prohedonic Effekt) konnte durch die Einnahme von CBD bewirkt werden. Ein Verhaltenstest mit Mäusen zeigte darüber hinaus, dass CBD ähnliche Effekte erzielt wie ein schnell wirksames Antidepressiva. In Tests konnte belegt werden, dass eine Erhöhung der Erregunsübertragung zwischen Cortical 5-HT Nervenzellen und Glutamaten kam.

Multiple Sklerose und CBD

Eine Untersuchung im Jahr 2013 belegte, dass CBD zur Verminderung von Schmerzen, Lähmungserscheinungen, Inkontinenz, Depressionen und Müdigkeit beitragen kann. Hierbei handelt es sich um klassische Symptome der MS-Erkrankung.

Derzeit sind die Forschungen diesbezüglich aber nicht abgeschlossen, es wird noch einzige Zeit dauern, bis wissenschaftliche Belege für die Wirkung von CBD vorhanden sind.

Die gesunden Inhaltsstoffe von Cannabidiol

CBD enthält zahlreiche Inhaltsstoffe, die für den menschlichen Körper lebensnotwendig sind, die aber von ihm nicht selbst hergestellt werden können. Bedeutsam sind hauptsächlich Proteine und Mineralstoffe. Auch Ballaststoffe, Vitamine und ungesättigte Fettsäuren sind in CBD enthalten.

Verschiedene Cannabinoide und ihre Wirksamkeit

In CBD sind rund 480 Wirkstoffe enthalten, rund 80 davon sind auch in Cannabis vorhanden. Gemeint sind Cannabinoide, die eine Auswirkung auf das Gehirn und das Nervensystem haben. Die fünf relevantesten Cannabinoide sind:

CBC: Diesem Cannabinoid wird eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Gleichsam soll sich die Einnahme positiv auf die Zellerneuerung auswirken.

CBD: Das zweithäufigste Cannabinoid ist CBD. Der Haupteinsatzbereich ist die Linderung chronischer Schmerzen. Migräne, Arthrose, Entzündungen, Epilepsie und andere Schmerzen können durch die Einnahme gelindert werden.

CBDA: Insbesondere bei Übelkeit soll das Cannabinoid CBDA wirksam sein, da es eine antiemetische Wirkung haben soll. Zudem gehen Forscher von einer positiven Wirkung bei Krebserkrankungen aus, insbesondere bei Brustkrebs sollen böse Zellen absterben.

CBG: Das Cannibigerol CBG verfügt über eine antibakterielle Wirkung und soll daher die Therapie mit Antibiotika unterstützen oder ersetzen können.

CBN: Vor allem bei Angsterkrankungen hat sich der Einsatz von CBN als wirksam erwiesen. Dieses Cannabinoid verfügt über eine leichte, psychoaktive Wirkung. Es ist in Hanfpflanzen nur zu sehr geringen Anteilen zu finden.

Cannabinoide sind hinsichtlich ihrer Zusammensetzung einzigartig und gelten als grosse Hoffnung zur Therapie verschiedener Leiden. Es sind weitere Forschungsarbeiten notwendig, doch der Pharmaindustrie liegt viel daran, CBD nicht als Heilmittel anzuerkennen. Bis tatsächlich eine Zulassung erfolgt, sind viele Studien notwendig, der Weg kann noch lange dauern.

Die Inhaltsstoffe von CBD im Überblick

Gamma Linolensäure ist eine entzündungshemmende, körpereigene Säure, die in Cannabidiol enthalten ist. Vor allem Patienten mit Schuppenflechte und Neurodermitis profitieren von einer Zufuhr dieser Fettsäure, denn sie ist zur Behandlung dieser Hautprobleme optimal geeignet.

Vitamine in CBD

Darüber hinaus enthält Cannabidiol zahlreiche Vitamine, besonders grosse Mengen sind an Vitamin E enthalten. Dieses Anti-Aging-Vitamin ist ein wichtiges Antioxidans und kann die Zellen des Körpers schützen. So hat es vorbeugende Wirkung vor Schlaganfällen, Demenz und Herzinfarkten. Forscher untersuchen, ob auch bestimmten Krebsarten vorgebeugt werden kann.

Darüber hinaus sind die Vitamine B1 und B2 in Cannabidiol enthalten. Das Vitamin B1 gilt als Stimmungs-Vitamin, da es einen erheblichen Einfluss auf den Serotoninspiegel hat. Vitamin B2 gilt als Co-Enzym und befindet sich in den menschlichen Körperzellen.

Mineralstoffe und Spurenelemente in CBD

Neben Cannabinoiden, Vitaminen und essentiellen Fettsäuren sind vor allem Mineralstoffe und Spurenelemente in CBD enthalten, die der Körper zum Leben braucht. Hierzu gehören:

Chlorophyll in Cannabidiol

CBD enthält darüber hinaus Chlorophyll, was den meisten Menschen als grüner Pflanzenstoff bekannt ist. Auch der menschliche Körper braucht Chlorophyll, es hat ähnliche Einflüsse wie Hämoglobin auf die Zellatmung. Sind Zellen in der Lage einwandfrei zu atmen, können sie optimal gereinigt und entgiftet werden. Die Sauerstoffversorgung verbessert sich und das Immunsystem wird gestärkt.

Enthaltene Carotinoide in CBD

CBD-Öl schimmert goldgelb, was an den enthaltenen Carotinoiden liegt. Diese haben einen positiven Einfluss auf die Alterung, stärken die Membrane der Zellen und das Immunsystem. Insbesondere Beta Carotin wird seit Jahrzehnten zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Eine Arterienverengung kann durch Carotinoide verhindert werden, auch der Cholesterinspiegel wird positiv beeinflusst.

Die Dosierung von CBD

Von der richtigen Dosierung hängt die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen und die positive Wirkung ab. Je nach Krankheitsbild ist jedoch eine unterschiedliche Dosierung erforderlich. Problematisch ist die Dosierung bei Krebspatienten, denn hier wird CBD empfohlen, welches ein Verhältnis von 1:1 zwischen THC und CBD aufweisen kann. Es ist hierzulande jedoch nicht erlaubt ein solches Produkt zu verkaufen.

Die Dosierungsempfehlungen von CBD bei verschiedenen Erkrankungen

Leichte Beschwerden werden mit einem 5-prozentigen CBD-Öl behandelt. Es ist ausreichend morgens und abends drei Tropfen CBD einzunehmen. Nach der zweiten Therapiewoche ist eine Erhöhung der Dosierung auf fünf Tropfen möglich.

Bei zahlreichen, schweren Beschwerden können in den ersten beiden Behandlungswochen ebenfalls morgens und abends drei Tropfen eingenommen werden. In der dritten Woche sollte auf eine Dosierung von nicht weniger als fünf Tropfen dreimal täglich erfolgen.

Bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, geringen Schmerzen oder Schlafstörungen ist ein 2-prozentiges CBD-Öl ausreichend. Hier werden am Morgen und am Abend je drei Tropfen eingenommen.

Ebenfalls 2-prozentig sollte das CBD-Öl bei der Behandlung von Anspannung, Angst und Nervosität sein. Drei Tropfen dreimal täglich sind bei diesen Beschwerdebildern ausreichend.

Chronische Beschwerden und schwere Erkrankungen sollten mit einem 10-prozentigen CBD-Öl therapiert werden. Im Verlauf der ersten beiden Wochen werden täglich morgens und abends vier Tropfen eingenommen. In der dritten Woche kann die Dosierung auf bis zu sechs Tropfen erhöht werden.

Einfluss des Körpergewichts auf die CBD Dosierung

Die passende Dosierung ist abhängig vom Körpergewicht des Anwenders. Die oben genannten Angaben beziehen sich auf Patienten mit einem Gewicht zwischen 60 und 90 Kilogramm. Optimalerweise erfolgt eine individuelle Dosierung, die stets einschleichend begonnen wird. Die Erhöhung der Dosierung sollte immer schrittweise erfolgen, damit sich der Körper an die neue Substanz gewöhnen kann. Nebenwirkungen treten deutlich seltener auf, wenn keine Überdosierung oder eine zu schnelle Aufdosierung erfolgt.

Welche CBD-Produkte gibt es?

Cannabidiol gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen zu erwerben, am bekanntesten ist jedoch das CBD-Öl. Doch es gibt weitere Anwendungsmethoden, die ebenfalls hochwirksam sind.

CBD-Kapseln:

Wenn Sie den Geschmack des CBD-Öls nicht mögen, können Sie zu CBD-Kapseln greifen. Auch hier wurde das klassische Öl zur Herstellung verwendet, es ist jedoch in eine Softkapsel eingeschlossen. Diese sind leicht zu schlucken und optimal zu dosieren. CBD-Kapseln sind alltagstauglich und ermöglichen eine komfortable Einnahme.

CBD-Tropfen:

CBD-Tropfen sind aus CBD-Öl hergestellt und hierzulande frei verkäuflich. Bevor die CBD-Tropfen in den Verkauf gelangen, werden sie auf ihren THC-Wert kontrolliert. In der EU ist ein Verkauf nur dann gestattet, wenn der THC-Wert unter 0,2 Prozent liegt. CBD-Tropfen wirken schnell und lassen sich leicht dosieren.

CBD-Liquid:

CBD-Liquid gilt als Nahrungsergänzungsmittel und wird unter dieser Kennzeichnung auch vertrieben. Das Liquid kann in Tropfenform dosiert werden, es enthält minimale Spuren von THC. Eine berauschende Wirkung ist nicht zu erwarten, wohl aber die für Cannabidiol bekannte, positive Wirkung auf den Körper.

CBD Tee:

Tee hat grundsätzlich einen gesundheitlich positiven Ruf. Er wird mit heissem Wasser aufgebrüht und entwickelt innerhalb weniger Minuten sein Aroma. Um einen CBD-Tee herzustellen muss eine Konzentration von mindestens 1,5 Prozent in den Pflanzenblättern vorhanden sein. Je höher die Konzentration umso besser. Um die hohe Konzentration zu gewährleisten, werden die Pflanzen später geerntet. Die Blätter haben eine grünlich-braune Farbe, aufgrund der späten Erntezeit.

Fazit zu Cannabidiol

Inzwischen konnte in zahlreichen Studien belegt werden, dass CBD ein gut geeignetes Mittel zur Linderung oder gar Heilung von Erkrankungen ist. Es handelt sich zwar um ein Hanfprodukt, es ist jedoch mit keiner berauschenden Wirkung zu rechnen. Das liegt daran, dass der THC-Gehalt äusserst gering und kaum nachweisbar ist.

Hanf wird seit Jahrtausenden als Heilmittel eingesetzt. Auch wenn die eigentliche Hanfpflanze nicht den besten Ruf hat, kann das aus der Pflanze gewonnene CBD bei verschiedenen Krankheiten helfen. Schlafstörungen, Schmerzen oder gar Multiple Sklerose können behandelt und gelindert werden. Auch Krebszellen sollen Studien zufolge durch CBD abgetötet oder an der Weiterentwicklung gehindert werden.

Wird CBD korrekt eingenommen, ist nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen. Langzeitstudien hierüber gibt es allerdings nicht, weswegen es keine wissenschaftlich sichere Aussage gibt. CBD ist derzeit nicht als Heilmittel zugelassen, kann aber im freien Handel gekauft werden.


Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir und unsere Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.