Baobab - Die Superfrucht aus Afrika

Baobab Baobab

Die Frucht des afrikanischen Affenbrotbaumes (Baobab) ist schon seit vielen Jahrtausenden ein fester Bestandteil der Ernährung auf dem afrikanischen Kontinent. Das steigende Interesse an gesunder und nachhaltiger Ernährung, aber auch die Globalisierung und die modernen Transportmöglichkeiten haben der Baobab-Frucht in den letzten Jahrzehnten zu einem ungeahnten Aufschwung verholfen. Als Superfood ist Baobab so vielseitig, wie nur wenige Nahrungsmittel. In pulverisierter oder fester Form kann die Frucht für Süßspeisen und Salzspeisen aller Art verwendet werden. Zudem ist sie reich an wichtigen Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen. Kurzum: Baobab ist die ideale und günstige Lösung, wenn man auf der Suche nach einem hochwertigen Inhaltsstoff für eine abwechslungsreiche Ernährung ist.

Woher kommt die Baobab-Frucht? Die Geschichte von damals bis heute

Wie lange der Affenbrotbaum in Afrika schon wächst ist im Detail unbekannt. Man kann aber aufgrund von Erzählungen und Legenden aus der Region davon ausgehen, dass der Affenbrotbaum schon seit Jahrtausenden eine wichtige Nahrungsquelle für Menschen und für Tiere ist. Der Baobab, das ist die ursprüngliche Bezeichnung für den Affenbrotbaum, überzeugt aber nicht nur mit seinen gesunden Früchten. Man kann auch über seine vegetativen Merkmale staunen. Er wächst dort, wo üblicherweise keine Bäume wachsen und ist mehr als genügsam. Er wird nicht sehr groß. In der Regel nicht mehr als zwei, oder drei Meter. Eher geht der Stamm im Laufe der Zeit in die Breite. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn man auf Bäume stößt die einen Stammdurchmesser zwischen zwei und fünf Metern haben. Auch das Alter der Bäume ist außergewöhnlich. Es gibt noch heute existierende Bäume, die schon in den Legenden der Stämme der Region eine Erwähnung gefunden haben. Das bisher höchste Alter, welches an einem Baobab gemessen wurde liegt bei 400 Jahren. Die Legende seiner Entstehung hängt eng mit der Legende des Teufels zusammen. Aufgrund seiner, einer Wurzel ähnelnden Krone, gingen die Naturvölker der Region lange Zeit davon aus das der Baum vom Teufel umgekehrt gepflanzt wurde. Der Name Affenbrotbaum rührt daher, dass Affen in den afrikanischen Legenden häufig die Gehilfen des Teufels, oder aber die Personifizierung desselbigen sind. Der Baobab ist ein Baum, der mehr als genügend Zeit hat. Er übersteht aufgrund seiner starken Struktur und seiner Anspruchslosigkeit die Phasen der Dürre, Buschbrände und andere Naturereignisse. Sogar lange Phasen der Trockenheit scheinen den Bäumen nicht nachhaltig zu schaden. Dafür muss man aber deutliche Abstriche bei der Ernte machen. Denn der Baobab blüht in der Regel nur einmal in einem Zeitraum von acht bis zehn Jahren. Dementsprechend ist es schwer die Früchte des Baobab nicht als eine Art von Delikatesse anzusehen. Zwar gibt es mittlerweile professionelle Farmer, die sich der Aufzucht des Baobab gewidmet haben. Aber bis der Baum bereit ist seine Früchte abzugeben, kann eine lange Zeit vergehen. Man braucht also viel Geduld, wenn man selbst einmal einen Baobab aufziehen will. Im Falle des Falles sogar die Zeit von mehreren Generationen.

Der Baobab speichert bis zu 140.000 Liter Wasser

Die Phasen der Dürre sind in Afrika recht ausgeprägt. Es gibt Gebiete, in denen regnet es nur einmal im Jahr. Der Baobab nutzt aber die Phase der Regenzeit sehr ausführlich. Durch seine Struktur des Stammes ist der in der Lage bis zu 140.000 Liter zu speichern. Dadurch ist er in der Lage auch sehr lange Trockenzeiten zu überstehen. Diese Widerstandsfähigkeit ist erstaunlich, gehört die afrikanische Landschaft teilweise doch zu den lebensfeindlichsten Gegenden der Erde. Auch für seine Verbreitung wird, zumindest wenn es im natürlichen Rahmen bleiben soll, die Umwelt genutzt. Tiere wie Affen, Elefanten und andere Säugetieren fressen die Frucht des Baumes. Dabei bleiben die Kerne der Frucht im Darm der Tiere erhalten und werden dann wieder ausgeschieden. Die Frucht nutzt den Kot der Tiere und das neue Fleckchen an Erde auf dem sie sich befindet anschließend direkt für das Wachstum. Die Kerne der Baobab-Frucht können über viele Jahre hinweg aktiv bleiben und sind ebenfalls sehr robust. Das hat dafür gesorgt, dass der Affenbrotbaum auch heute noch über den ganzen afrikanischen Kontinent verbreitet ist. Dabei gibt es durchaus regionale Unterschiede. Diese bemerkt man im Wachstum, aber auch in den Blühzeiten der Bäume. Gerade in weniger trockenen Landstrichen scheint sich der Baobab deutlich wohnlicher zu fühlen, wobei er aufgrund seiner Robustheit nicht sonderlich wählerisch sein muss. Nachdem jetzt der Baum einmal ausführlich betrachtet wurde, geht es direkt einmal zur Frucht. Denn diese ist ja das Superfood, welches auf der ganzen Welt sehr begehrt ist.

Was genau ist die Baobab-Frucht?

Es gibt verschiedene Arten der Baobab-Frucht. Für Superfood wird am liebsten die Adansonia digitata verwendet. Diese hat eine hohe Verbreitung, ist sehr groß und deswegen besonders ertragreich. Diese Baobab-Frucht ist ungefähr 25 cm bis 40 cm lang. Die Schale ist mit bis zu 15 mm sehr stabil. Bis auf die Größe und die Dicke der Schale unterscheiden sich die Früchte des Baobab nur wenig. Wenn man sie öffnet sieht man sofort ein weißes Fruchtfleisch, in welchem die ca. 1 cm großen Baobab-Kerne eingebettet sind. Äußerlich sieht eine reife Baobab-Frucht aus wie eine Kokosnuss, wobei die Farbe bei Grün liegt und keine Haare auf der äußeren Schale vorhanden sind. Die Baobab-Frucht ist schon seit jeher ein beliebtes Nahrungsmittel in Afrika. Das liegt vor allem an den vielen Möglichkeiten und Nutzungsarten die man aus ihr ziehen kann. Bis auf die Schale können alle Bestandteil der Baobab-Frucht für die Produktion der Nahrungsmittel verwendet werden. Das Fruchtfleisch ist besonders fettreich und kann getrocknet werden. Die Kerne verarbeitet man in der Regel zu Öl, oder ebenfalls zu Mehl. Das Mehl der Kerne schmeckt aber deutlich bitterer, weswegen man dieses auch gerne für Kosmetika verwendet. Ebenfalls sehr beliebt ist das Trocknen des Fruchtfleisches. Das getrocknete Fruchtfleisch wird anschließend zerkleinert und kann zu verschiedenen Nahrungsmitteln weiterverarbeitet werden. Der Grundgeschmack ist leicht süßlich, weswegen das getrocknete Fruchtfleisch vor allem für die Herstellung von Süßspeisen verwendet werden kann. Doch auch salzige Speisen können problemlos zubereitet werden, da der Eigengeschmack der Baobab-Frucht nicht sehr stark ist. Die Baobab-Frucht kann mit der Hilfe von Zugabe von Flüssigkeit auch als Getränk zubereitet werden. Beispielswiese dient sie gerne als Substitut für Sahne. Dabei wird einfach getrocknetes Baobab-Fruchtfleisch in die Milch gegeben und anschließend wird die Milch solange gerührt, bis Sahne entsteht. Diese schmeckt der im Westen bekannten Sahne sehr ähnlich, nur ein wenig süßlicher.

Warum ist die Frucht des Baobab ein Superfood?

Um Missverständnissen vorzubeugen: Auch die Frucht des Baobab wird häufig Baobab genannt. Es ist also nicht falsch, wenn man von der Frucht genauso spricht wie von dem Baum. Das Baobab Fruchtfleisch und die Kerne als Superfood bezeichnen können, verdanken sie einerseits ihrer Vielseitigkeit. Man kann das Baobab Fruchtfleisch ohne Probleme für viele Speisen verwenden. Vom Salat, bis hin zum Brei oder als Zutat für salzige und süße Gerichte und Getränke ist wirklich sehr vieles denkbar. Es gibt bereits zahlreiche Rezepte, die Baobab als Zutat beinhalten. Doch was Baobab zur wirklichen Superfrucht macht, sind seine Inhaltsstoffe. Die Baobab-Frucht weißt einen sehr, sehr hohen Vitamin C Anteil aus. Auch im getrockneten Zustand ist der Gehalt an Vitamin C im Baobab deutlich höher als bei Orangen oder anderen Früchten mit hohem Anteil des Vitamins. Zudem ist das Fruchtfleisch sehr reich an Antioxidantien, Calcium, Eisen und Ballaststoffen. Es gibt eine Reihe von Studien, welche belegen das die Ernährung mit Baobab eine Reihe von Vorteilen für den Körper bringt. Zum einen sinkt das Risiko von Diabetes Typ 2. Das erreicht man schon dadurch, dass man eine gewisse Menge von Baobab flüssig zu sich nimmt. Auch die antioxidative Wirkung ist sehr gut belegt. Die Antioxidantien im Fruchtfleisch verhindern eine Alterung der Zellen und sorgen dafür, dass verschiedenen Krankheiten vorgebeugt werden kann. Der hohe Anteil an Vitamin C sorgt vor allem in den kalten Monaten des Jahres dafür, dass der Körper in der Lage ist gegen die üblichen Winterkrankheiten aus eigener Kraft vorzugehen. Kurzum: Als Superfood hat die Baobab-Furcht völlig mit Recht einen ausgezeichneten Ruf.

Wie kommt man an Baobab?

Baobab ist noch schwer erhältlich und auch nicht gerade günstig. Das liegt auch an der Seltenheit der Früchte. Da der Baobab-Baum nur selten geerntet werden kann, ist es natürlich schwer an ausreichende Früchte in guter Qualität zu kommen. Deswegen kann man Baobab derzeit fast nur im Internet beziehen. Es gibt eine Reihe von Anbietern, die entsprechende Qualität liefern können. Doch billig ist es nicht, zumindest nicht, wenn man sich regelmäßig mit Baobab ernähren möchte. Das getrocknete Baobab-Fruchtfleisch ist innerhalb der USA und der EU als Lebensmittel zugelassen. Das gilt nicht für ganze Früchte. Diese können als Dekorationsgegenstand, aber nicht als Lebensmittel erworben werden. Da Baobab-Früchte in der Regel keine hohe Haltbarkeit haben, ist der Kauf recht aufwändig. Man muss die Lieferzeit, sowie die Güte der Früchte berücksichtigen. Es ist zwar möglich die Früchte im Laufe der Transportzeit weiter reifen zu lassen. Allerdings ist dieses Verfahren aufgrund der geringen zur Verfügung stehenden Anzahl häufig aufwändig. Deswegen sind die Früchte auch besonders teuer und werden nur von wenigen Fachhändlern angeboten. Deutlich leichter ist es hingegen das getrocknete Fruchtfleisch zu bekommen. Die Einfuhr von Baobab-Öl ist derzeit noch nicht als Lebensmittel möglich. Als alternatives Arzneimittel ist Baobab Öl allerdings zugelassen. Dieses produzierte Öl sollte man nicht für die Herstellung von Lebensmitteln verwenden. Denn oftmals wurden hier Aromen und anderen Zusatzstoffen hinzugegeben, die nicht zum Verzehr geeignet sind.

Die Verwendung von Baobab in Ernährung und Medizin

In der Naturmedizin der afrikanischen Stämme hat der Baobab schon lange einen festen Platz. Verwendet werden so gut wie alle Bestandteile des Baumes. Vom Holz, bis hin zu den Früchten, Blättern und den Ästen können fast alle Bestandteile in der Naturmedizin eine Verwendung finden. Eine wirkliche Heilwirkung wurde vor allem der Frucht des Baobab nachgewiesen. Diese wirkt vor allem vorbeugend. Wenn es darum geht der Volkskrankheit Diabetes vorzubeugen, oder Entzündungen zu hemmen ist Öl vom Baobab oder getrocknetes Furchtfleisch eine gute Lösung. Die entzündungshemmende Wirkung gilt vor allem bei der äußeren Anwendung, und bei der Anwendung im Mundbereich. Gerade bei entzündetem Zahnfleisch kann das Öl der Baobab-Frucht durchaus eine erfolgreiche Behandlung ermöglichen. Bei größeren Erkrankungen und Entzündungen sollte man natürlich weiterhin einen Arzt aufsuchen und auf die Schulmedizin vertrauen. Eine etwaige Besserung, beziehungsweise eine vorbeugende Wirkung gegenüber den verschiedenen Krebsarten konnte nur bedingt erwiesen werden. Linderung einer Krebserkrankung mit der Baobab-Frucht, oder anderen Bestandteilen des Baobab Baumes ist grundsätzlich nicht möglich. Allerdings ist es aufgrund der antioxidativen Wirkung durchaus möglich, dass verschiedene Krebserkrankungen vermieden werden können. Tiefer gehende und seriöse Studien hierfür sind allerdings langfristig noch nicht aussagekräftig. Im Bereich der Ernährung kann Baobab vielseitig eingesetzt werden. Wie schon beschrieben ist das getrocknete Fruchtfleisch so vielseitig, dass es in vielen Rezepten für Gerichte und Getränke genutzt werden kann. Es ist bekömmlich, wirkt gesundheitsfördernd und schmeckt leicht süßlich. Die Baobab Frucht gilt unter Köchen als sehr beliebt, da man mit ihrer Hilfe eine Vielzahl von unterschiedlichen Gerichten zubereiten kann. In der traditionellen Küche des afrikanischen Kontinents hat die Frucht des Baobab ihren festen Platz und gilt als wichtige Delikatesse.

Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über die Baobab Frucht

Das getrocknete Fruchtfleisch des Baobab Baumes kann auf verschiedene Art und Weise positive Effekte entwickeln. Wichtig ist dabei allerdings die regelmäßige Einnahme, sowie der Verzicht auf gesundheitsschädliche Lebensmittel. Gerade wenn es um die Vorbeugung von Diabetes geht, ist das getrocknete Fruchtfleisch der Baobab-Frucht eine ideale Lösung. Im besten Fall nimmt man hierfür ein Getränk zu sich. 250 Milliliter an Flüssigkeit vermischt mit dem getrockneten Fruchtfleisch einmal täglich zu sich genommen sorgen dafür, dass der Diabetes-Erkrankung effektiv vorgebeugt werden kann. Natürlich sollte man sich auch weiterhin ausreichend bewegen und seinem Körper auch auf andere Art und Weise etwas Gutes tun um die Erkrankung noch effektiver zu bekämpfen. Vor allem der Verzicht auf Zucker in der Ernährung hilft bekanntlich am effektivsten bei der Vermeidung von Diabetes und anderen Zuckererkankungen. Im Kampf gegen die Alterung hat sich die Baobab Frucht ebenfalls sehr bewährt. Es ist aber ein häufiger Trugschluss, dass sie dafür eingenommen werden muss. Auch als Creme, oder als Salbe oder Maske kann die Baobab-Frucht erfolgreich beim Kampf gegen Falten und andere Alterserscheinungen der Haut wirken. Um Giftstoffe aus dem Körper fernzuhalten ist das getrocknete Fruchtfleisch der Baobab-Frucht ebenfalls bestens geeignet. In der Regel wird es ohne weitere Zusätze importiert und kann so seine vollständige Wirkung optimal entfalten. Der hohe Anteil an Eisen, Vitamin C und Ballaststoffen ist gerade bei Diäten eine gute Lösung, wenn man auf der Suche nach einer gesunden Alternative zu Nahrungsergänzungsmitteln ist um den Körper mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Da der Anteil an Vitamin C extrem hoch ist, sollte der Konsum ein wenig eingeschränkt werden. Eine zu hohe Zufuhr kann zu einem extremen Vitamin C Überschuss führen. Manche Menschen, gerade aus den nördlichen Bereichen der Welt, reagieren darauf oftmals allergisch. Allerdings ist ein Konsum von mehreren hundert Gramm am Tag problemlos möglich und ohne ein Risiko für die Gesundheit des Menschen.


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